Baurechtnews

Bei Streitigkeiten über die Vergütung eines Nachtrags ist es dem AN aufgrund seiner Kooperationspflicht zumutbar, die Leistung erst einmal auszuführen. Erst danach kann er ggf. eine gerichtliche Klärung herbeiführen (siehe hierzu OLG Stuttgart – Urteil vom 17. 08. 2021, Az.: 10 U 423/20). Stellt der AN die Weiterarbeit schon zuvor vollständig ein, kann dies eine Kündigung aus wichtigen Grund durch den AG rechtfertigen. Zur näheren Erläuterung dieses Urteils siehe Baurechts-Report 2023, Seite 1 f.
 

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Die vorbehaltlose Abnahme einer Nachtragsleistung durch den Auftraggeber führt grundsätzlich nicht zu einem Anerkenntnis der vom Auftragnehmer dafür geforderten Vergütung. Das OLG Köln – Az.: 16 U 192/20 – hat hierzu entschieden, dass die bloße Hinnahme einer Leistung dafür nicht ausreichend ist. Zur näheren Erläuterung dieses Urteils siehe Baurechts-Report 2022, Seite 45.
 

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Da Abschlagszahlungen nur vorläufigen Charakter haben, führt ihre Bezahlung grundsätzlich nicht zu einem Anerkenntnis der in der Abschlagszahlung enthaltenen Leistungen. Das hat das OLG Hamburg – Az.: 8 U 7/20 – kürzlich entschieden. Kommentiert wird dieses Urteil im Baurechts-Report 2022 auf Seite 38 f.
 

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Die Berücksichtigung eines pauschalen Preisnachlasses, der beim Abschluss eines Bauvertrages vereinbart wurde, ist für Nachtragsleistungen nur dann zu berücksichtigen, wenn sich das aus der Vereinbarung ergibt, wenn dort also z. B. festgelegt wurde, dass der Nachlass für alle Einheitspreise gelten soll. Siehe hierzu die Kommentierung eines Beschlusses des OLG Dresden – Az.: 6 U 327/20 – besprochen im Baurechts-Report 2022 auf Seite 33.
 

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Die Inhaltskontrolle von Formularklauseln dienst ausschließlich dem Schutz des Vertragspartners des Verwenders. Der Verwender selbst kann aus einer unwirksamen Klausel keine Vorteile ziehen (OLG Hamm – Az.: 24 U 194/20 –). Ausführungen hierzu enthält der Baurechts-Report 2022, S. 30.
 

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Verzichtet der Auftraggeber nach Abschluss eines Vertrages auf die Ausführung einer LV-Position, ist dies kein Fall einer Mengenminderung nach § 2 Abs. 3 Nr. 3 VOB/B, sondern nach einem Urteil des OLG Celle vom 21. 08. 2020 – Az.: 16 U 34/20 – eine Teilkündigung nach § 8 Abs. 1 Nr. 2 VOB/B. Siehe hierzu auch Baurechts-Report 2022, S. 26.
 

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Schickt ein Vertragspartner einen Mitarbeiter zu einem Besprechungstermin, bei dem auch rechtliche Fragen im Raum stehen, verfügt der entsandte Mitarbeiter nach einem Urteil des OLG München – Az.: 7 U 2782/18 – unabhängig von einer hierzu ausdrücklich erteilten Vollmacht über eine stillschweigend erteilte Vollmacht, so dass dessen Vertragserklärungen auch wirksam sind. Siehe hierzu auch die Erläuterungen im Baurechts-Report 2022, S. 23 f.
 

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Nach der einschlägigen Rechtsprechung sind die Grundsätze des kaufmännischen Bestätigungsschreibens auch bei der Abwicklung von Verträgen mit öffentlichen Auftraggebern anzuwenden, wenn sie – wie ein privater Auftraggeber – Bauverträge abwickeln. Dies hat das OLG Celle – Az.: 4 U 37/20 – mit Urteil vom 26. 02. 2022 entschieden. Siehe hierzu auch Baurechts-Report 2022, Seite 18 f.
 

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Bei einem Vertrag zwischen einem Bauunternehmen und einem Gerüstbauer endet die Pflicht zur Vorhaltung des Gerüsts erst dann, wenn der Auftraggeber dem Abbau zustimmt. Näheres hierzu hat das OLG Düsseldorf – Az.: 24 U 347/20 – im Urteil vom 18. 01. 2022, kommentiert im Baurechts-Report 2022 auf Seite 15 f.
 

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Ein Bauvertrag über eine handwerkliche Leistung, die nur in die Handwerksrolle eingetragen Betrieben vorbehalten ist, verstößt gegen das Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz. Eine solche Leistung ist jedoch nur dann unwirksam, wenn dem AG die illegale Tätigkeit des AN beim Vertragsabschluss bekannt ist. Näheres hierzu ist einem im Baurechts-Report 2022 auf Seite 9 dargestellten Urteil des OLG Köln – Az.: 7 U 12/20 – zu entnehmen.
 

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