Planerrechtnews

Nach § 119 Abs. 5 GWB ist in einem Verhandlungsverfahren grundsätzlich zu verhandeln. Der Auftraggeber kann deshalb nur dann den Zuschlag auf ein Erstangebot ohne vorausgegangene Verhandlung erteilen, wenn er schon in der Bekanntmachung einen entsprechenden Vorbehalt erklärt hat. Einzelheiten hierzu sind einem Beschluss der Vergabekammer Sachsen – Az.: 1/SVK/030-21 – zu entnehmen.
 

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Das OLG Düsseldorf hat in einem Urteil vom 08. 10. 2021 festgestellt, dass der Planer einer Solaranlage die wirtschaftlichen Belange des Auftraggebers zu wahren hat und zwar auch dann, wenn dies nicht ausdrücklich vertraglich vereinbart worden. Bei einer Verletzung dieser Verpflichtung ist er dem Auftraggeber zum Schadensersatz verpflichtet. Siehe hierzu die näheren Ausführungen im Planerrechts-Report 2021 auf Seite 43 f.
 

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Für die Gewährung von Versicherungsschutz der Berufshaftpflichtversicherung ist der Zeitpunkt einer fehlerhaften Planung und nicht etwa das eingetretene Schadensereignis maßgeblich. Dabei kann sich die Versicherung nur dann auf die Versäumung einer vertraglichen Ausschlussfrist berufen, wenn den Planer ein Verschulden trifft. Siehe hierzu OLG Nürnberg vom 09. 09. 2021 – Az.: 8 U 1012/21 Bau. Näheres hierzu im Planerrechts-Report 2021, Seite 40 f.
 

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Verlangt ein Planer abweichend von der ursprünglichen Honorarvereinbarung nachträglich eine höhere Vergütung, kann dies der Auftraggeber nicht mit dem Argument abwehren, dass die schon gestellte Abschlagsrechnung auf Grundlage des ursprünglich vereinbarten Honorars einen Verzicht auf ein höheres Honorar darstellt. Dies hat das OLG Düsseldorf – Az.: 5 U 222/19 – mit Urteil vom 24. 06. 2021 entschieden. Siehe hierzu auch Planerrechts-Report 2021, Seite 34.
 

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Der Planer kann nur dann ein Zusatzhonorar durchsetzen, wenn er detailliert darlegen und beweisen kann, insoweit von seinem Auftraggeber beauftragt worden zu sein. Das ergibt sich aus einem Urteil des Kammergerichts Berlin – Az.: 7 U 104/17 –. Siehe hierzu im Planerrechts-Report 2021, Seite 32.
 

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Das OLG Köln hat in einem Urteil vom 28. 03. 2018 entschieden, dass die Verjährung von Mängelansprüchen nach § 203 BGB nur dann gehemmt wird, wenn ein echter Meinungsaustausch zwischen den Vertragspartnern stattgefunden hat. Hierzu reicht die Mitteilung des Planers darüber, dass er seine Haftpflichtversicherung eingeschaltet hat, nicht aus. Näheres zu diesem Thema ist dem Planerrechts-Report 2021 auf Seite 28 zu entnehmen.
 

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Rügt der Auftraggeber keine Mängel an einer Leistung, kann die Vergütung auch dann fällig sein, wenn noch keine Abnahme erfolgt ist. Das gilt nach einem Beschluss des OLG Brandenburg vom 05. 01. 2021 zumindest dann, wenn eine konkludente Abnahme der Leistung anzunehmen ist. Siehe hierzu die Erläuterungen im Planerrechts-Report 2021 auf Seite 21.
 

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Abweichungen von den Vorgaben des Auftraggebers in der Ausschreibung führen nicht zwingend zum Ausschluss von der Wertung, wenn der Lösungsvorschlag die vertraglich geschuldete Leistung erfüllt. Siehe hierzu den Beschluss der Vergabekammer Südbayern vom 22. 03. 2021, dargestellt im Planerrechts-Report 2021 auf Seite 17.
 

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Wenn einzelne Leistungsphasen nach HOAI nur in Teilen an einen Planer vergeben werden, kann der Planer hierfür nur ein Honorar berechnen, das dem angemessenen Anteil der übertragenen Leistung an der gesamten Leistungsphase entspricht. Dies hat das OLG Karlsruhe mit Urteil vom 08. 11. 2019 – Az.: 15 U 27/18 – entschieden. Dieses Urteil wird im Planerrechts-Report 2021 auf den Seiten 13 f. kommentiert.
 

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Der BGH – Az.:  I ZR 227/19 – hat mit Urteil vom 11. 02. 2021 (Planerrechts-Report 2021, Seite 12) festgestellt, dass Planer nicht mit einem Rechtsberater des Bauherrn gleichzusetzen sind. Deshalb sind sie auch nicht dazu berechtigt, Widerspruch gegen eine abgelehnte Bauvoranfrage einzulegen.
 

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